Wie fing es an?

Am 6. September 1908 gründeten Christian Hitzel, Leopold Hitzel, Adam Rebel, Matthäus Schrod, Johann Schrod, Bernhard Schrod, Franz Eduard Schrod, Wilhelm Schrod und Franz Wolf die Turngemeinde 08 Ober-Roden. Der erste Erste Vorsitzende war Franz Eduard Schrod. Das Gelände des neuen Turnvereins mit den Abteilungen Turnen und Leichtathletik und dem im Laufe des Jahres 1908 hinzugekommenen Männerchor Frohsinn, der jedoch als Gesangsabteilung erst nach dem 2. Weltkrieg (1946) Teil der Turngemeinde wurde, befand sich Ecke Niederröder/Frankfurter Straße. Im Folgejahr wurde der Spielmannszug gegründet. 1920 gab es einen Umzug in die Messenhäuser Straße und 1926 heißt die Anschrift „Sportplatz am Gaswerk“, die Handballabteilung entsteht und vier Jahre später, 1930, zählt die Turngemeinde bereits 110 Mitglieder.

In den dreißiger Jahren sorgten die TG Turner in den höchsten Gauklassen durch konstant gute Leistungen für Aufsehen. „Die Zeit des politischen Umbruchs traf die Turngemeinde nicht ganz so hart, da Politik und Vereinsgeschehen getrennt waren.“ (*) 1937 wurde der Vereinsname in „Reichsbahn und- Sportverein“ umbenannt.

Nach dem Krieg kamen die Abteilungen Fußball, Karneval hinzu – beide 1946, und elf Jahre danach wurde die jüngste Abteilung ins Leben gerufen, die Wirtschaftsabteilung. 1946 erhielt die TG auch ihren alten Namen zurück. Es wurde nun einiges an den Außenanlagen getan und der Bau des Vereinsheims in Angriff genommen. Der erste Bauabschnitt (die Turnhalle) fiel in das Jahr 1957, in den Folgejahren kamen dann Wirtschaftsgebäude, Funktionsräume etc. hinzu.

1958 wurde das 12. Gauturnfest anlässlich des 50jährigen Vereinsbestehens auf dem TG-Gelände durchgeführt. Der Verein hatte mittlerweile 396 Mitglieder. Zwei der Gründermitglieder konnten in dem Jahr noch durch den Ersten Vorsitzenden Heinrich Eyßen geehrt werden.

Zur Jahreswende 2001/2002 zählt die Turngemeinde 1394 Mitglieder.

Ein Verein lebt von Traditionen, aber auch von Veränderungen, die Gesangsabteilung änderte ihren Namen 1996 in Frohsinn-Chöre, da nun nicht mehr nur gestandene Männer auf hohem Niveau sangen, sondern auch ein stimmgewaltiger Frauenchor dazu gehört. Der Spielmannszug, heute als Musikzug bekannt, nimmt mit seinen Majoretten, die 1975 zur Abteilung dazu kamen, an vielen Umzügen wie auch den Hessentagen teil. Der Stolz der Karnevalsabteilung und ein Aushängeschild des Gesamtvereins sind die Street-Life-Dancers, die bereits deutsche wie auch Europameisterschaften errangen.

Die chronologische Reihenfolge aller bisherigen Ersten Vorsitzenden:

1908 - 1911 Franz Eduard Schrod
1911 - 1919 Johann Hornung
1919 - 1929 Franz Eduard Schrod
1929 - 1931 Karl Fischer 
1931 - 1932 Karl Voltz
1932 - 1935 Bernhard Schrod
1935 - 1939 Karl Brehm
1939 - 1945 (Deutsche Reichsbahn – kommissarisch)
1946 - 1951 Heinrich Hitzel
1951 - 1976 Heinrich Eyßen
1976 - 1984 Hans Schrod
1984 - 1999 Edmund Beckmann
1999 - 2003 Heinz Kiehl, sen.
Seit 2003 Kalheinz Weber

Diese kleine Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder darauf, wirklich alle wichtigen Daten erfasst zu haben. Quelle für viele Daten sind Unterlagen aus dem Jubiläumsjahr 1983.

(*) Auskunft von Alfred Neuhäusel, langjähriger Vereinsrechner

Brigitte I. Clapham, Jan.02

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